Diese Dokumentation widmet sich der vielfältigen wildlebenden Säugetierwelt im unteren Glemstal. Alle hier präsentierten Fotos wurden im Gebiet der Markungen Schwieberdingen, Hemmingen und
Markgröningen aufgenommen.
Wir freuen uns über Hinweise, Ergänzungen und eigene Beobachtungen aus dieser Region. Wenn Sie etwas beitragen möchten, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular, um mit uns in Verbindung zu treten. Ihr Input trägt dazu bei, unser Verständnis für die tierische Vielfalt im unteren Glemstal zu erweitern.
Im unteren Glemstal sind Katzen nicht nur in unmittelbarer Nähe von Siedlungen anzutreffen, sondern auch in weiter entfernten Gebieten.
Im Gegensatz zu Hunden, die heute weniger als streunende Tiere anzutreffen sind, sind frei laufende Katzen noch weit verbreitet. Untersuchungen aus den USA zeigen, dass Katzen einen
erheblichen Einfluss auf die Tierwelt haben. Laut einer Studie von S.R. Loss et al. aus dem Jahr 2013 ("The impact of free ranging cats on wildlife in the United States" in Nature
Communications) töten Katzen jährlich etwa 2,4 Milliarden Vögel und 12 Milliarden Kleinsäuger. Dies entspricht mehr als 10% des gesamten Vogelbestandes. Zwei Drittel dieser Zahlen werden
wilden Katzen zugeschrieben, während etwa 1 Milliarde Vögel von Hauskatzen erbeutet werden, die Zugang ins Freie haben. Anders als beispielsweise Löwen jagen Katzen auch, wenn sie bereits
satt sind.
Um die Auswirkungen auf die Vogelwelt zu reduzieren, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Eine wichtige Maßnahme ist, Hauskatzen während der Brutzeit der Vögel im Haus zu halten.
Hauskatzen können durchaus auch im Haus artgerecht gehalten werden, und dies entspricht den Standards des Tierschutzes. In den USA leben etwa die Hälfte aller Hauskatzen ausschließlich im
Haus. Das Anbringen von Glöckchen an Halsbändern kann den Jagderfolg um bis zu 40% verringern, und das Anpflanzen von Dornbüschen um Vogelfutterstellen kann ebenfalls dazu beitragen, Vögel
vor Katzenangriffen zu schützen. Dennoch bleibt das Problem der wilden Katzenpopulationen bestehen, die weiterhin Herausforderungen für den Naturschutz darstellen.
In Markgröningen ist das alljährliche Schäferfest mit traditionellem Leistungshüten bekannt.
Ein besonderes Engagement für den Naturschutz zeigt sich in der Stadt durch die Schafherde des Stadtschäfers Markgröningen. Diese Herde beweidet wichtige Magerrasenflächen, wie beispielsweise
im Leudelsbachtal. Die Beweidung trägt dazu bei, die Vielfalt und das Gleichgewicht dieser wertvollen Ökosysteme zu erhalten. Hr. Werner ist der neue Stadtschäfer von Markgröningen, der die
Verantwortung für die Herde trägt.
Der Schafstall der Markgröninger Schafherde wurde auf dem Schlüsselberg errichtet. Dieser Schafstall bietet den Tieren Schutz und stellt eine wichtige Infrastruktur für die Beweidung der
Flächen dar, die für den Naturschutz von großer Bedeutung sind.
In der Region werden auch recht exotische Ziegenarten gehalten.
Die Ziegenhaltung in der Gegend zeichnet sich durch die Vielfalt exotischer Ziegenarten aus. Neben den traditionellen Ziegenarten werden auch weniger bekannte und exotische Arten gehalten. Dies
spiegelt die Begeisterung der Tierhalter für die Erhaltung und Pflege verschiedener Ziegenrassen wider. Die Haltung dieser exotischen Ziegen trägt zur Biodiversität in der Region bei und
ermöglicht es den Menschen, diese faszinierenden Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen.
Im Glemstal sind Reiter und ihre majestätischen Pferde eine recht verbreitete Erscheinung, die eine gewisse Bezauberung mit sich bringt.
Eine interessante Beobachtung ergibt sich aus einer kleinen statistischen Erfassung: Im Spätsommer scheint die Anzahl der im Glemstal ansässigen Igel und Reiter ungefähr gleichzuziehen. Diese
ungewöhnliche Parallelität verleiht der Landschaft eine besondere Note.
Hier sind einige Aufnahmen von Pferden und ihren Reitern, festgehalten aus der Sicht eines begeisterten Naturfotografen. Die Inspiration dazu holte ich mir von
www.MusikZumReiten.de.
Diese Begegnungen zwischen Mensch und Tier fügen sich harmonisch in die vielfältige Tierwelt des Glemstals ein, und die Präsenz von Reitern und ihren Begleitern verleiht der Region einen ganz
eigenen Charme.
Die Artenvielfalt der Säugetiere im Glemstal offenbart sich auf faszinierende Weise, wenn man sich im Spätsommer auf der großen Wiese bei Schwieberdingen niederlässt. Innerhalb nur einer
Stunde können zahlreiche Tiere beobachtet und fotografisch festgehalten werden – alles an ein und demselben Ort.
In dieser Umgebung hatte ich mich ruhig auf der großen Wiese niedergelassen. Es überrascht, wie viele Säugetiere sich in kurzer Zeit einstellen. Ein neugieriger Igel streift in unmittelbarer
Nähe vorbei. Käfer und Schmetterlinge setzen sich immer wieder auf die Blüten rund um mich herum, ohne meine Anwesenheit zu stören. Dieses Beobachtungserlebnis ermöglichte mir, eine kleine
Statistik zur Artenvielfalt an diesem Ort zu erstellen.
Besonders beeindruckend ist die hohe Präsenz der Bläulings-Schmetterlinge (Polyommatus icarus), die sich während dieser Zeit regelrecht entfalten.
Es zeigt sich somit, wie eine einzige Stunde der stillen Beobachtung auf der Wiese im Glemstal zu einem faszinierenden Einblick in die Vielfalt der dort lebenden Säugetiere führen kann.
Meine persönliche Statistik zur Biodiversität der Säugetiere im Glemstal gibt einen Einblick in die Vielfalt der Arten, die ich innerhalb einer Stunde an einem bestimmten Ort fotografieren
konnte: